FreitagsBrief

Zum Start der vergangenen Woche setzen sich die Streiks bei den Lenkern der schienengebundenen Beförderungsmöglichkeiten fort.
Die Deutsche Bahn bemüht sich um die wichtigsten Strecken, die nach Möglichkeit bedient werden sollen. Lediglich Reisende von, nach oder über das internationale Drehkreuz, den Airport Kabul, müssen mit einem Totalausfall ihrer Verbindungen rechnen.

Willkommen im FreitagsBrief, es ist der 27. August.

Der erste Lockdown in der Pandemie hat nicht zu dem erwartenden Babyboom geführt, den der Arbeitsmarkt und die Sozialkassen so dringend benötigen.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind rund 315.000 Kinder zur Welt gekommen. Die Zahl der Geburten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hielt sich auf Vorjahresniveau, sie stieg nur leicht um 1,4 Prozent.

Zur Mitte der Woche zeigt sich der Staatshaushalt recht farbenfroh – in modischem Purpur, einem so dunklen Rot, wie seit 1995 nicht mehr, als die Treuhandschulden in die Staatsschulden integriert, also sozialisiert wurden.
Der anstehenden Wahl im September angemessen, wird das von Fachleuten „gelassen beurteilt“.

Ein Todesfall erschüttert ganze Generationen.
Die sozialen Medien sind voll mit Nachrufen, das Ableben des Künstlers und Wegbegleiters durch viele unterhaltsame Stunden kam plötzlich und trifft hart.
Ludger Stratmann ist tot.

Ebenso überraschend diese Woche die Erkenntnis, dass viele Pflegekräfte auf Intensivstationen, Kliniken, Heimen oder im Rettungsdienst völlig ausgebrannt sind.
Es hat nichts mit der Pandemie zu tun, sondern ist eine strukturelle Überbelastung.
Der Schock sitzt tief.
Wer konnte damit rechnen?
Wo kann man Applaus spenden, wo publikumswirksam Klatschen, wo den Lavendel abgeben?
Von diesen Neuigkeiten so überrumpelt, schreit es nach einem ARD-Brennpunkt.

Neben dem Kabarettisten Stratmann segnete das Zeitliche auch den Trommler einer englischen Combo, an einem Flughafen wird’s langsam hektisch und laut, aber die wirklich wichtigen Dinge finden wieder nur im Verborgenen statt.
Da werden die Wirren des Afghanistan-Rückzugs doch nur inszeniert, um ohne große Öffentlichkeit die Straßenverkehrsordnung zu ändern.
Die uns so lieb gewordenen blau-blinkenden Fahrzeuge der rettenden und löschenden Zunft müssen sich einiger zu viel verbauter LED-Leuchten entledigen.

Apropos Rückzug.

Zum Ende und mit Einstellung der Flugverbindungen vom Flughafen Kabul hat sich der IS mit etwas überdimensionierten Salut-Schüssen in Erinnerung gerufen.
Dieser üppig ausfallende „Reminder“ der Glaubensbrüder rief die Knappschaft und die Berufsgenossenschaft auf den Plan: man einigte sich darauf, die betroffenen Personenkreise für die Gefahren zu sensibilisieren.

Das war der Blick zurück.
Die Kommentarfunktion werde ich diese Woche einrichten – wer mag, darf sich genre verewigen.
Kommt heiter durch die nächsten Tage, hier geht es am 1. Oktober weiter.
Meine glanzvolle Anwesenheit wird anderorts gefragt und benötigt meine ungeteilte Hingabe.

Euch ein entspanntes Wochenende und – bleibt bunt.

Ein Gedanke zu „FreitagsBrief

  1. Es ist wieder einmal super! Denk doch auch mal an die Generation meiner Enkelkinder… Die stecken jetzt in home-schooling oder Quarantäne fest und dürfen sich später auch noch um unsere klimatischen Fußabdrücke kümmern. Diese Kerlchen tun mir so was von leid‼️
    Liebe Grüße aus Widdert 💕

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